In unserer Smartphone-geprägten Gesellschaft kann man Filme nicht nur professionell, sondern mittlerweile quasi nebenbei aufnehmen. Ob über das Smartphone oder das Tablet, ob mit richtiger Kamera oder mit dem MP3-Player – Filme kann heute jeder schnell und einfach erstellen. Gottseidank gibt es eine Vielzahl an Programmen, welche helfen, das Beste aus den gemachten Aufnahmen mittels Videobearbeitung herauszuholen. Was dank moderner Software alles möglich ist, wollen wir im Folgenden kurz vorstellen.

Regeln was zu regeln ist

Es gibt mittlerweile eine Fülle an kostenlosen und durchaus hochwertigen Programmen, mit denen man die grundlegendsten Dinge der Videobearbeitung regeln kann (mehr zur Frage, welche Programme für wen geeignet sind weiter unten). Mittels dieser Programme lässt sich jeder Film gut bearbeiten:

 

  • Man kann den Farbton regeln
  • Farbkorrekturen vornehmen (aufhellen, dunkler machen etc.)
  • Schärfe und Unschärfe zu regeln ist ebenfalls Standard heute
  • Regelung von Helligkeit und Kontrasten (wie bei einer Fotokamera auch).

Ohne Probleme lässt sich das Video so zu recht schneiden, wie es einem persönlich am passendsten erscheint:

Nutzlose Teile werden entfernt bzw. rausgeschnitten, Aufnahmen, bei denen das Bild „ruckelt“ oder wackelt, können nachträglich korrigiert und Sequenzen auch beschleunigt (Zeitraffer) oder verlangsamt (Zeitlupe) werden. Es ist schon beeindruckend, was man heute selbst alles bewerkstelligen kann! Doch nicht nur die Verbesserung der Bild- und Tonqualität über verschiedene Regler, auch ein wahres Füllhorn an Effekten steht den Nutzern zur Verfügung.

Videobearbeitung und Schnitt im digitalen Zeitalter. Wofür früher ein aufwendiger Schnittcomputer nötig war, reicht heute ein Laptop!

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Die Effekte oder: Cutter und Regisseur in Einem

Wer den Drang zu Höherem (ob nun Hollywood oder Babelsberg) bei der Videobearbeitung in sich verspürt, wird an den Effekten seine wahre Freude haben: Videos können mit einer Vielzahl von Soundeffekten ausgestattet werden – der Ton kann verändert werden, man kann Geräusche ausklingen lassen, verschiedene Effekte wie ein Hallen oder Verzerren einfügen, das Video mit Musik unterlegen etc.

Dasselbe gilt natürlich auch für Texteffekte: Texte können für den Titel oder den Abspann oder als Untertitel eingefügt werden und auch in der Textdarstellung individuell angepasst werden.

Was das Video selber angeht, gibt es vielfältige Möglichkeiten, das Abspielen desselben interessanter zu gestalten: Das Video kann zu Beginn „eingeflogen“ werden, zwischen den Übergängen aus dem Schneidevorgang können animierte Blenden eingebaut werden, natürlich sind auch Verzerrungen oder Geschwindigkeitsveränderungen (wie oben bei den Reglern erwähnt) möglich etc.

Das Tolle: Meist existieren bereits fertige Effektvorlagen, welche man nutzen kann. So bietet ein Programm zum Beispiel an, den Film wie einen alten Film (also bewusst auf alt getrimmt) erscheinen zu lassen, oder als Puzzle, als Negativ etc. pp.

Gute Nachrichten für Smartphone-User

Nutzer von Smartphones können ebenso wie Laptop- oder Tablet-Besitzer von den Bildbearbeitungsprogrammen profitieren. Gerade bei Handyaufnahmen können wacklige Bilder, Störgeräusche oder Verzerrungen bei schnellem Wechsel der Motive nervig sein. Dank der erwähnten Programme sind all diese Effekte korrigierbar.

Find your own way young Skywalker!

Eine grundsätzliche Sache sollte allerdings angemerkt werden, welche man in Gefahr geraten kann, falsch zu machen: Es ist sehr wichtig, sich selber und seine Ziele mit der Videobearbeitung ehrlich einzuschätzen. Ein Profi in der Bildbearbeitung wird andere Ansprüche an sein Programm haben (und andere Voraussetzungen mitbringen) als ein Anfänger.

Videoschnitt am normalen Laptop ist heute kein Problem mehr!

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Man sollte sich daher vor dem Erwerb des Programms zur Bild- und Videobearbeitung korrekt einschätzen. Für einen Anfänger zum Beispiel genügt in jedem Falle eines der kostenlosen Onlineprogramme, wie man sie heute zuhauf im Internet findet.

Als Profi wird man sehr viel mehr Möglichkeiten erwarten und sollte sich daher zu kostenpflichtigen Programmen schlau machen, welche einfach mehr Anwendungen bieten. Auch die Frage, ob man eher Technikmuffel oder Technikfreund ist, also regelmäßig und gerne mit dem Programm arbeiten oder es nur um des reinen Zweckes willen nutzen will, sollte man bedenken.

Nicht zuletzt sollte man vor dem Erwerb des entsprechenden Programms auch schauen, wie verbreitet dieses genutzt wird:

Zu einem guten und populären Programm finden sich eine Vielzahl von Tutorials und Videos im Netz.

Fazit

Dank der Technik kann man heute sein eigener Regisseur, Cutter und Spezialeffekte-Zuständiger sein. Videos auf zu hübschen oder sogar professionell erscheinen zu lassen ist heute keine Kunst mehr – das Ergebnis dann allerdings schon. Wir wünschen daher viel Spaß mit Kamera und Bildbearbeitungsprogramm!

 

 

Bildquelle: Bigstock

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