1969 entwickelten Mitarbeiter von Alcatel-Lucent das Betriebssystem Unix. Den Spezialisten der Bell Laboratories, die zu dem Forschungs- und Entwicklungsbereich des internationalen Telekommunikations- und Netzwerkausrüstungsunternehmens gehören, gelang ein Betriebssystem, das sich rasch verbreitete. Seine freie Verfügbarkeit trug maßgeblich zur schnellen Verbreitung bei.

Linux: Debian 6.0

Linux: Debian 6.0

Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde Unix proprietär. Und auch alle anderen Betriebssysteme waren proprietär, die auf dem 1969 entwickelten Betriebssystem oder dessen Konzepten basierten. In der damaligen Zeit fehlte ein freies Betriebssystem.

Die Situation änderte sich zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Finne Linus Torvalds entwickelte einen Unix-ähnlichen Betriebssystemkern, den er unter der freien GNU General Public License GPL veröffentlichte. Sein Name: Linux.

Ein Betriebssystemkern macht jedoch noch kein Betriebssystem. Aus diesem Grunde entstanden seit jener Zeit zahlreiche Linux-Distributionen. Unter einer Linux-Distribution versteht die Fachwelt ein Bündel von Programmpaketen, die neben dem Betriebssystemkern zahlreiche Pakete beinhalten, die für den Betrieb eines Systems erforderlich sind.

Es existieren viele verschiedene Linux-Distributionen. Eine heißt Debian Linux. Was kennzeichnet die nach seinem Gründer Ian Murdock und dessen Ex-Frau benannte Version?

Debian Linux: 100 Prozent freie Software mit vielen Funktionen

Im Gegensatz zu anderen Linux-Distributionen stehen hinter Debian Linux keine Firmen, die aus ihren Distributionen Profit ziehen möchten. Engagierte Linux-Anwender stellen die Linux-Distribution unter Berücksichtigung der Spielregeln freier Software zusammen.

Am 17.6.1996 wurde unter dem Namen Buzz die erste Version entwickelt. Sie umfasste 474 Programmpakete und unterstützte den x86-32. Seit den Anfangstagen hat sich viel getan. Das kennzeichnet die unter dem Namen Squeeze am 6.2.2011 veröffentlichte Version:

  • Sie enthält ca. 29.00 Programmpakete
  • Sie läuft auf vielen Architekturen: ARM EABI, PA-RISC, IA-64, MIPS, MIPSel, PowerPC, S/390, SPARC sowie x86
  • Sie unterstützt neben dem Linux-Kernel auch den FreeBSD-Kernel

Manche Ideen von Debian Linux waren für andere Distributionen richtungsweisend. Dazu zählt die professionelle Paketverwaltung. Der große Nachteil ist jedoch seine mangelnde Benutzerfreundlichkeit. Viele Linux-Anfänger kommen mit Debian Linux nur schwer zurecht.

Debian Linux: Favorit deutscher Unternehmen

Laut einem auf die IT spezialisierten Nachrichtenticker ist Debian Linux in deutschen Unternehmen sehr beliebt. 2009 war es das am meisten verwendete freie Server-Betriebssystem. Bei Web-Servern war kein freies Betriebssystem gefragter als die ursprünglich von Ian Murdock ins Leben gerufene Distribution. Nur bei den freien Desktop-Betriebssystemen musste sich Debian Linux der Linux-Distribution Ubuntu geschlagen geben.

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