Generell gehören Linux-Distributionen zu den sichersten und stabilsten Betriebssystemen auf dem Markt. Im Gegenzug beklagen viele Nutzer, von einer statischen Oberfläche und einer geringen Zahl an Programmen beschränkt zu. Andere Nutzer argumentieren, dass sie Aufgaben unter einem linuxbasierten Betriebssystem nach den eigenen Vorstellungen nicht flexibel genug umsetzen können. Bei einem genaueren Hinblick stellt sich oft allerdings heraus, dass bei der Wahl der Distributionen eine Fehlentscheidung getroffen wurde. Dabei ist ein Betriebssystem tendenziell nur auf einen bestimmten Nutzertypen ausgerichtet. Im Folgenden sollen fünf beliebte Betriebssysteme vorgestellt werden. Unter den Distributionen sollen markante Unterschiede und charakteristische Eigenschaften erläutert werden.

Ubuntu – der benutzerfreundliche Alleskönner

Unter den linuxbasierten Betriebssystemen ist Ubuntu dank seiner Popularität nicht mehr wegzudenken. Das Betriebssystem ist nicht nur für den Rechner, sondern auch für das Tablet und das Smartphone verfügbar. Zu einem großen Erfolg verhalf die Strategie, Ubuntu als ein einfach zu benutzendes Betriebssystem zu programmieren. Einerseits sollen Nutzer schon zu Beginn mit einer großen Zahl an Programmen ausgestattet werden. Andererseits soll es in wenigen Schritten gelingen, zusätzliche Software zu installieren. Dies wird von einer großen Community (Gemeinschaft) begleitet, die in nahezu allen Sprachen etabliert ist. Damit ist Ubuntu für Einsteiger ideal geeignet. Eine übersichtliche und strukturierte Benutzeroberfläche ermöglicht es, auf Dateien und Programme schnell zuzugreifen. Sollte ein Nutzer an einer bestimmten Stelle dennoch hängen bleiben, so hilft die Community bei der Problemanalyse. Nebenbei gibt es virtuelle Trainingskurse, die von den Entwicklern der Ubuntu-Serie angeboten werden. Dies wird durch einen hohen Sicherheitsstandard und eine hohe Stabilität ergänzt. So ist es beispielsweise möglich, die gesamte Distribution zu verschlüsseln. Ferner kann Ubuntu in einem Probedurchlauf getestet werden, ehe mit einer Installation begonnen wird. Als Installationsmedium kann eine DVD oder ein USB-Speicher verwendet werden.

Macpup – für den langsamen Rechner

Macpup gehört zur Kategorie der minimalistischen Linux-Distributionen. Die Entwickler verfolgen das Ziel, ein kleines und einfaches Betriebssystem anzubieten. Gleichzeitig soll es dem Nutzer möglich sein, die wichtigsten Funktionen flexibel zu verwenden. Dazu gehören ein fortschrittlicher Browser, ein Textverarbeitungsprogramm und eine Befehlsarchitektur. Damit richtet sich Macpup an zwei Zielgruppen. Einerseits verfolgen viele Nutzer das Ziel, für Internetrecherchen und Textarbeiten ein sicheres und stabiles Betriebssystem zu verwenden. Dies gelingt mit Macpup, da sich dieses nur auf die wichtigsten Anwendungen beschränkt. Unter einer weiteren Zielgruppe ist Macpup dadurch beliebt, dass es auf älteren Rechnern genutzt werden kann. Macpup stellt an die Rechnerkomponenten nämlich keine großen Ansprüche, wodurch die Geschwindigkeit und der Speicher des Computers nur selten ausgelastet werden. Ein weiteres Ziel verfolgen die Entwickler mit der Devise “Das Auge isst mit”. In diesem Zusammenhang wurde in das Design der Benutzeroberfläche ein großer Arbeitsaufwand gesteckt. Mit verschiedenen Farbnuancen und stylishen Programmsymbolen soll Macpup einen professionellen Eindruck vermitteln.

openSUSE – vom Anfänger bis zum Profi

Mit einer Größe von derzeit 4,1 Gigabyte (openSUSE 13.1) gehört die neueste GNOME-Version zu den anspruchsvollsten Betriebssystemen auf der Welt. Die hohe Speicherbelastung verteidigen die Entwickler mit dem Vorhaben, ein zugeschnittenes Betriebssystem sowohl für Anfänger, als auch für Profis entwickeln zu wollen. So wird der Nutzer nach der Installation mit einer großen Programmauswahl konfrontiert. Enthalten sind aktuelle Browseranwendungen und professionelle Office-Programme. Dies wird durch Spiele und eine Multimedia-Sparte begleitet. Nach der Installation ist es bereits möglich, grundlegende Aufgaben auf dem Rechner zu erledigen. Werden Zusatzprogramme benötigt, so steht YaST als Installationswerkzeug zur Hilfe. Einem fortgeschrittenen Nutzer gelingt es auf diese Weise, selbst komplexe Programme zu installieren. Unter Umständen ist es sogar möglich, Windows oder Mac OS weitgehend zu ersetzen. Dies wird durch einen ebenfalls hohen Sicherheitsstandard ergänzt. Neben einer fortgeschrittenen Verschlüsselung ist der Nutzer vor einer jeden Programminstallation gezwungen, das Benutzerpasswort einzugeben. Einem Schadprogramm ist es nun nicht mehr möglich, den Rechner unbemerkt anzugreifen.

Ultimate Linux Gamer – ein Paradies für Zocker

Wie der Name bereits verrät, setzen die Entwickler der Distribution “Ultimate Linux Gamer” auf den Spielgenuss eine Priorität. Von Version zu Version wurde das Angebot an Spielen stets erweitert, deren Vielfalt und Grafikleistung weiter gestiegen sind. Neben einer großen Auswahl an Denkspielen ist es möglich, auf leistungsstarke Ego-Shooter und Strategiespiele zuzugreifen. Gleichzeitig passen die enthaltenen Spiele auf eine gewöhnliche DVD und stehen im Internet kostenlos zur Verfügung. Damit richtet sich die Distribution “Ultimate Linux Gamer” an alle Interessenten, die Linux zur spielerischen Entspannung nutzen möchten. Auf die Spielwelt haben sich die Entwickler aber nicht vollständig beschränkt. So ist es auch bei “Ultimate Linux Gamer” möglich, Dateien auf einer simplen Benutzeroberfläche zu hinterlegen und einen Browser für Internetrecherchen zu nutzen.

Red Hat – die virtuelle Werkstatt

Nach der Installation bietet die Linux-Distribution “Red Hat” eine große Auswahl an Computerprogrammen an. Hierbei handelt es sich um Entwickler-Tools, zur Bearbeitung von digitalen Medien. Zu den wichtigsten Programmen gehören:
- Eclipse
- Chainsaw
- LogFactor5
- Qt3 Assistant
Wird weitere Software gewünscht, so kann diese nach einer detaillierten Anleitung installiert werden. Hierbei wird vom Entwicklerteam und der “Red Hat”-Community professionelle Hilfe geboten. Während der Arbeit hat der Nutzer die Möglichkeit, unter mehreren Benutzeroberflächen zu wechseln. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn mehrere Programme genutzt werden. Werden offene Programme nach einem einheitlichen Konzept unter den Oberflächen unterteilt, ist es leichter, den Überblick zu behalten. “Red Hat” ist damit für alle Nutzer geeignet, die mit fortschrittlichen Entwicklerprogrammen unter einem stabilen und sicheren System arbeiten möchten.

Bildquelle: Bigstock-ID: 15028844 by Jan Martin Will 

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