Fedora Linux ist der Nachfolger von Red Hat, einer der einfluss- und erfolgreichsten Distributionen der 1990er und frühen 2000er Jahre. Nachdem sie 2003 in ihrer neunten Version erschienen war, wurde die Red-Hat-Distribution in Fedora Linux sowie das für den Unternehmenseinsatz entwickelte Red Hat Enterprise Linux aufgespalten, wobei Fedora als Basis für die kommerzielle Distribution dient.

Fedora 17 Screenshot

Fedora 17 Screenshot

Die Verwaltung von Software und den dazugehörigen Bibliotheken erfolgt in Fedora Linux über das Red Hat Package Management System (RPM) — es handelt sich hier um die am weitesten verbreitete RPM-basierte Distribution. Im Gegensatz zum DEB-Format, das von Debian GNU/Linux eingeführt (und später unter anderem von Ubuntu und Linux Mint übernommen) wurde, konnte sich der Umgang mit RPM in der Vergangenheit sehr umständlich gestalten; für Desktop-Anwender dürfte es inzwischen jedoch keine größeren Unterschiede mehr zwischen diesen beiden Systemen geben. Unter den Innovationen, zu denen Fedora in den letzten Jahren beigetragen hat, befinden sich unter anderem D-Bus, SELinux und PulseAudio.

Zur Installation kann Fedora Linux als CD- oder DVD-Image heruntergeladen werden, es ist jedoch ebenfalls möglich, das Betriebssystem von einem USB-Stick zu installieren. Die Installations-CD lässt sich auch als Livesystem verwenden, wenn Fedora Linux zur Datenrettung eingesetzt oder lediglich zu Testzwecken gestartet werden soll. Benutzer mit langsamer oder überhaupt keiner Internetverbindung können sich kostenlos eine CD zuschicken lassen.

Während Ubuntu und Linux Mint jeweils mit einer stark modifizierten Version des GNOME-Desktops ausgeliefert werden, verwendet Fedora Linux die offizielle GNOME-Shell ohne besondere Anpassungen. KDE, Xfce und LXDE werden jedoch ebenfalls unterstützt, und es gibt speziell angepasste Versionen der Distribution — sogenannte Spins —, die für jeweils einen dieser Desktops optimiert sind. Natürlich ist es auch möglich, anstelle einer Desktop-Umgebung einen einfachen Fenstermanager wie Fluxbox oder Window Maker zu verwenden oder die grafische Oberfläche ganz wegzulassen.

Fedora Linux wird von Freiwilligen entwickelt, die ihre Arbeit über das Internet koordinieren. Die Firma Red Hat, Inc. ist Sponsor des Projekts.

Fedora 17 Desktop Tour

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