Linux Ubuntu hat es sich zum Ziel gesetzt, eine möglichst benutzerfreundliche Distribution zu schaffen — „Linux für Menschen“, so wurde eine Zeit lang dafür geworben. Der südafrikanische Unternehmer Mark Shuttleworth, dessen Firma Canonical als Sponsor des Projekts auftritt, hatte Linux Ubuntu 2004 ins Leben gerufen, und mittlerweile handelt es sich hier um die meistbenutzte Distribution überhaupt.

Als Grundlage des Betriebssystems dient Debian, eine Distribution, die als schwierig zu installieren und zu bedienen gilt und Software häufig nur in älteren Versionen mitliefert, sich dafür aber durch besondere Sicherheit und Stabilität auszeichnet. Ursprüngliches Ziel von Linux Ubuntu war es lediglich, auf der Grundlage von Debian eine aktuelle Distribution mit dem benutzerfreundlichen Gnome-Desktop zu schaffen, doch mittlerweile hat sich daraus ein Linux mit zahlreichen Eigenentwicklungen und einer eigenen Desktopumgebung entwickelt, die in zahlreichen Varianten existiert und als Grundlage für weitere Distributionen diente.

Wie die meisten Distributionen wird auch Linux Ubuntu kostenlos angeboten; Geld wird bei Canonical in erster Linie mit dem Support verdient. Zweimal im Jahr — jeweils im April und Oktober — erscheint eine neue Version. Alle zwei Jahre wird eine sogenannte LTS-Version herausgebracht, die einen fünfjährigen und damit längeren Support beinhaltet als die übrigen Veröffentlichungen. Nach der Installation kann Linux Ubuntu auf eine CD gebrannt werden, die sich als Live-System oder Installationsmedium verwenden lässt. Die Installation von einem USB-Stick ist ebenfalls möglich.

Unity: Ubuntu mit neuer Oberfläche

Unity: Ubuntu mit neuer Oberfläche

Seit 2011 wird Linux Ubuntu mit der Desktopoberfläche „Unity“ ausgeliefert, einer speziell angepassten Version des Gnome-Desktops, die sich eher an Mac OS X orientiert als an herkömmlichen Linux-Benutzeroberflächen oder an Windows. Diese Neuerung wurde von einigen Anwendern heftig kritisiert; wie bei allen Distributionen ist es jedoch auch bei Linux Ubuntu möglich, die grafische Oberfläche auszutauschen oder ganz darauf zu verzichten.

So unterscheiden sich die verschiedenen Varianten des Betriebssystems auch vor allem darin, welchen Desktop sie standardmäßig installieren: Beispielsweise wird Kubuntu mit KDE statt mit Unity ausgeliefert, während Xubuntu den schlanken Xfce-Desktop verwendet und damit auch für langsamere Rechner geeignet ist. Es existieren jedoch auch Varianten, die für den Einsatz in Unternehmen oder Bildungseinrichtungen optimiert sind, und zukünftige Varianten von Linux Ubuntu sollen auch auf Fernsehern oder Smartphones laufen.

Schlagwörter: 
Share →

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>