Die neueste Linux-Distribution weist zwar einige Verbesserungen auf, liefert jedoch Grund für Diskussionen. Fest steht, dass die Innovationen des seit dem 18.10. erhältlichen Ubuntu 12.10 bis zur nächsten LTS-Version teilweise noch überarbeitet werden müssen.

Verbesserungen und Neuerungen

 

Ubuntu 12.10

Ubuntu 12.10

Der Unity-Desktop 6.8 bietet nun die Möglichkeit, durch einen Rechtsklick auf einen Icon eine Vorschau zu öffnen. Diese enthält zum einen eine Programmbeschreibung, zum anderen kann das ausgewählte Programm auf die Weise deinstalliert oder bewertet werden. Des Weiteren präsentiert das Unity Dash abgesehen von lokalen Resultaten auch Ergebnisse aus der Online-Suche. Außerdem gibt es neuerdings Auskunft darüber, welche Programme zuletzt verwendet wurden und vermittelt den Benutzer automatisch an Treffer aus Amazon. Diese Webshop-Suche wird über die Shopping Lens gesteuert, kann bei Bedarf aber abgeschaltet werden. Auch in Ubuntu 12.10 laufen Installationen über den Assistenten Ubiquity. Dieser ist jetzt zusätzlich imstande, den Logical Volume Manager (LVM) und verschlüsselte Installationen zu unterstützen. Ubuntu 12.10 enthält zudem wieder den Non-PAE-Kernel, wodurch das Booten auch auf älteren Rechnern ermöglicht wird.
Eine Neuerung findet sich in Form von Web-Apps, wodurch selektierte Webseiten individuelle Icons im Dock erhalten. Ruft der Benutzer von Ubuntu 12.10 eine unterstütze Seite auf, wird er gefragt, ob er die Web-App-Erweiterung installieren möchte.
Außerdem wurde in Ubuntu 12.10 ein neuer Filter integriert – bei Aktivierung der Musik-Linse werden entweder nur Songs auf dem Rechner oder aus der Cloud angeboten.
Des Weiteren benötig das ISO-Image von Ubuntu 12.10 nun über 700 MB Speicherplatz. Somit ist eine Installation von einer CD aus nicht mehr möglich. Dafür bieten sich als Alternativen das Brennen auf eine DVD oder das Booten über einen USB-Stick an.

Defizite

Im Vergleich zu Ubuntu 12.04 LTS sind verschiedene Optimierungen und Erweiterungen festzustellen, aber auch ein kürzerer Support-Zeitraum. Die innovativen Web-Apps bieten zwar die Möglichkeit, in einem eigenständigen Programm zu arbeiten, sind aber teilweise noch nicht vollständig ausgereift. So wird z.B. kein überzeugender Eindruck erweckt, dass der Benutzer auch wirklich in einem selbstständigen Programm agiert.
Außerdem ist die LVM-Unterstützung in der Regel nur für erfahrene Benutzer profitabel, Linux-Einsteiger hingegen sind damit überfordert. Schließlich ist bei Ubuntu 12.10 noch das massive Einbinden von Amazon-Angeboten zu kritisieren.

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