Ein DNS Server ist ein Server, der die zugehörige IP-Adresse zu einer Internetadresse übermittelt. Dieses System ist hierarchisch aufgebaut und für die Kommunikation im Internet sehr wichtig.

Was bedeutet DNS?

So funktioniert DNS

So funktioniert DNS

DNS steht für Domain Name System. Wenn man im Internet eine Seite aufruft, gibt es dafür zwei verschiedene Möglichkeiten. Man kann zum einen eine sogenannte IP-Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben. Die herkömmlichen IPv4-Adressen bestehen aus vier Zahlen zwischen 0 und 255, die jeweils durch einen Punkt voneinander getrennt werden. Darüber hinaus sind die IPv6-Adressen immer weiter verbreitet, die aus sechs Zahlen bestehen. Wenn man diese Form wählt, wird man direkt zum entsprechenden Server weitergeleitet, der die angeforderte Seite bereitstellt.
Die Mehrheit der Internetnutzer gibt jedoch eine Domain in die Adresszeile des Browsers ein. Eine Domain besteht aus verschiedenen Namensteilen, die jeweils durch einen Punkt voneinander getrennt werden. Jeder Domainname muss mit einer Top-Level-Domain enden. Häufige Top-Level-Domains sind zum Beispiel .de oder .com. Viele Top-Level-Domains erlauben auch sogenannte Second-Level-Domains. Dazu kommt der eigentliche Name, der für die Webpräsenz vergeben wird. Ein vollständiger Domainname könnte www.beispiel.de lauten.
Diese Form der Namensverteilung hat den großen Vorteil, dass die Domainnamen für den Nutzer sehr viel einfacher zu merken sind als die Zahlenkombination einer IP-Adresse.
Die Kommunikation im Internet findet jedoch immer auf der Ebene von IP-Adressen statt. Wenn ein Nutzer eine Seite unter dem gewöhnlichen Domainnamen anfordert, kommt der DNS Server ins Spiel. Die Anfrage wird an den DNS Server übermittelt. Dieser enthält eine Liste von Domainnamen und den zugehörigen IP-Adressen. Der DNS Server übermittelt dem Nutzer daraufhin die IP-Adresse, sodass dieser die gewünschte Seite anfordern kann.

Hierarchischer Aufbau des DNS

Nicht jeder DNS Server enthält eine vollständige Liste aller Domains. Da es viele Millionen registrierte Domains gibt, wäre ein einzelner Server damit überlastet. Die Anfrage wird zunächst an einen lokalen DNS Server übermittelt. Wenn dieser den angeforderten Domainnamen enthält, wird dieser übermittelt. Ist dieser Name nicht vorhanden, gibt er die Anfrage an den übergeordneten Server weiter. Wenn der übergeordnete Server den Domainnamen erkennt, wird die zugehörige IP-Adresse zurückgegeben. Ist dies nicht der Fall, kann er die Anfrage entweder an einen anderen untergeordneten Server weiterleiten, wenn er Informationen darüber besitzt, dass die Domain dort gespeichert ist. Wenn dies nicht der Fall ist, gibt er die Anfrage an den nächsten übergeordneten Server weiter. Dieser Prozess wiederholt sich so lange, bis die IP-Adresse gefunden wird oder festgestellt wird, dass die angeforderte Domain nicht existiert.

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