In Zeiten, in denen wir uns selbst eine Zahnbürste nicht ohne Elektronik vorstellen können, fällt der Gedanke schwer, dass die Menschen auch einmal ohne Computer zurechtgekommen sind und, gestehen wir es ruhig ein, manchmal sogar besser als mit. Warum also die Lösung für ein Problem nicht suchen, indem wir unsere Technik noch schneller, noch raffinierter machen, sondern auf Erkenntnisse aus grauer Vorzeit zurückgreifen? Zum Beispiel das Papyrus der alten Ägypter, das dem heutigen Papier den Namen gab und ohne das unendlich viel Wissen verloren gegangen wäre. Denn es besitzt bei der Datensicherung einige Vorzüge.

Papier ist geduldig

Unter günstigen Umständen überdauert Papier Jahrhunderte und bleibt immer lesbar. Ohne technische Hilfsmittel und egal wie oft sich Dateiformate oder Festplattenstandards geändert haben. Selbst in kleineren Dimensionen gedacht, ist Papier als Speicher weit weniger empfindlich als digitale Medien. Schnell sind Dateien aus Versehen gelöscht oder beim Umzug auf einen neuen PC vergessen. Ganz abgesehen von Festplattenschäden, die statistisch gesehen jeden Nutzer nach 3 Jahren ereilen. Besonders hart trifft ein Verlust Programmierer. Quellcode zu schreiben, ist eine sehr kreative Tätigkeit, oft vorangetrieben von spontanen Einfällen, wenn sich die Fakten auf einmal zu einer Idee fügen. Gerade diese essenziellen Passagen lohnen die Sicherung auf Papier. Ganz so wie sich ein Komponist eine kleine Melodie auf dem Spaziergang in sein Heftchen schreibt, aus der dann eine große Sinfonie wird.

Tux frisst Papier

Vielleicht wird für kein anderes Betriebssystem so viel programmiert, wie für Linux. Sein offener Sourcecode schafft die besten Voraussetzungen. Nicht so gut sieht es leider mit der Druckerunterstützung aus, jedenfalls bei einigen Modellen. Doch für einfachen Text und farbliche Hervorhebungen der Schlüsselwörter sollte es allemal genügen. Um wichtige Daten auf Papier zu sichern, sollte man natürlich immer sicherstellen, dass der Drucker einwandfrei funktioniert. Ist die Testseite gedruckt und der Papierschacht voll, steht der privaten Bibliothek der genialsten Algorithmen nichts mehr im Wege.

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