Ein Linux vServer ist ein virtueller Server auf der Basis des Linux-Betriebssystems. Es gibt den speziellen Linux Virtual Server als Software zur Lastverteilung und Erweiterung des Linux-Kernels. Damit lassen sich Anfragen von Linux-Rechnern transparent an mehrere Server zuweisen. Unabhängig von dieser Software leistet der Linux vServer das, was alle virtuellen Maschinen leisten: Er stellt Kapazitäten bereit, die nicht an eine bestimmte physische Komponente gebunden sind.

Wie sind virtuelle Server aufzufassen?

Virtuelle Server oder vServer gibt es für alle möglichen Anwendungsprogramm, für kleine Firmen und Privatpersonen sind die vServer für Linux, Windows und Mac OS interessant. Kapazitäten auf vServern werden vermietet. Der Nutzer eines vServers kann sich vorstellen, dass der Betreiber (Vermieter) einen Rechnerpark von verbundener Hardware betreibt, der die Programme verschiedener Nutzer separat performen kann, ohne dass nun stets festgelegt ist, dass Rechner Nr. 1 alle Programme und Daten von den Kunden Nr. 1 bis 3 enthält. Wenn Rechner Nr. 1 Kapazitäten übrig hat, kann vielleicht Kunde Nr. 4 mit aufgenommen werden, wenn aber die Kapazitäten nicht genügen, werden vielleicht Teilprogramme vom Kunden Nr. 3 auf den Rechner Nr. 2 übertragen. Der Kunde merkt das nicht, es gibt darüber hinaus keinerlei Kontakte zwischen den Programmen, keine Vermischung von Daten und erst recht nicht von Malware. Solche Rechnerparks werden hochsicher betrieben, darüber hinaus sind sie sehr performant und leisten eine EDV, in die ein einzelner Nutzer nicht investieren würde. Die Miete eines vServers ist garantiert günstiger und dabei auch sicherer, denn im Serverpark finden redundante (mehrfache) permanente Datensicherungen statt. Darüber hinaus sind solche Unternehmen auch physisch sehr gut geschützt.

Wer nutzt vServer?

Jedes Unternehmen und selbst Privatanwender mit höherem Performance-, Kapazitäts- und Sicherheitsbedarf können vServer nutzen. In der Regel bemerken beispielsweise Shopbetreiber irgendwann, dass ihre eigenen Kapazitäten dem Ansturm der Kunden nicht mehr gewachsen sind. Dann nutzen sie vServer und bei der Verwendung des Linux-Betriebssystems die vServer von Linux. Es lässt sich damit eine quasi uneingeschränkte Performance erreichen, die Anbieter garantieren die Ressourcen in einem bestimmten Umfang, der sehr weit reichen kann. Theoretisch gibt es keine Grenzen. Gemeint sind immer die Kapazitäten für den Speicherplatz, die Arbeitsgeschwindigkeit (Performance) und den Arbeitsspeicher (RAM). Durch homogene Serverumgebungen sorgen die Betreiber für Zuverlässigkeit und Stabilität. Die Ausfallsicherheit ist sehr hoch. Ausfälle sind höchstens im sehr niedrigen Promillebereich zu erwarten, dauern dann höchstens Minuten und kommen heutzutage bei vielen Betreibern jahrelang nicht vor.

Zugriff auf den vServer

Auf den virtuellen Server können die Nutzer mit ihren Zugangsdaten zugreifen. Sie profitieren von attraktiven Komfort-Features, eine Verwaltungs- und Administrationsoberfläche ermöglicht die Konfiguration des vServers nach den eigenen Bedürfnissen. Der Zugriff ist von jedem Endgerät, folglich auch mobil, möglich. Allerdings gestaltet sich der Zugriff vom stationären PC aus meist komfortabler. Der virtuelle Server stellt jeweils so viel RAM zur Verfügung, wie der Nutzer benötigt und gebucht hat. Damit lassen sich auch Spitzenbelastungen abdecken. Einzelne Leistungen sind beispielsweise:

  • maximale RAM-Verfügbarkeit bei Bedarf
  • mehrere eigene IP-Adressen
  • Datenbanksysteme
  • Frameworks
  • BackupControl
  • Monitoring Services
  • RecoveryManager
  • Cloud Computing

Wer bietet Linux vServer an?

Ein Anbieter von Linux vServern ist das Unternehmen Rock-Server. Diese enthalten eine komplette Server-Verwaltung auf der Basis der jeweiligen Linux-Distribution. Kunden können für die Virtualisierung mehrere Pakete zwischen MEDIUM bis SUPERIOR wählen. Basis der virtuellen Linux-Server ist OpenVZ, als Hardware kommen hochwertige Supermicro Rack-Server zum Einsatz. Der preisliche Unterschied betrifft die Kapazitäten und Arbeitsspeicher:

  • Medium (5,95 € monatlich) bietet mit einem vCore 2,6 bis 3,1 GHz Takt, 1 GB DDR3 ECC-RAM und 20 GB HDD RAID 10
  • Superior (39,95 € monatlich) bietet mit vier vCores 8 GB DDR3 ECC-RAM und 160 GB HDD RAID 10

Zwischenlösungen wären Large und Premium. Mit der Superior-Lösung lässt sich auch ein gut frequentierter Online-Shop betreiben. Für diese Preisklasse bietet das Unternehmen einen vergleichsweise hohen Standard bei der Performance. Kunden können sich eine Linux-Distribution aussuchen, diese aber auch später über das Webinterface ändern und neu installieren. Die Linux vServer Node-Systeme sind sehr performant und eignen sich daher für alle Einsatzzwecke. Neben der kommerziellen Nutzung durch Shops werden sie von Privatpersonen oder einer Community sehr gern als Gameserver genutzt.

In welchem Netzwerk arbeiten die Linux vServer?

Viele vServer in interne Netzwerken sind direkt mit EX3200 und EX3300 Juniper-Switches über zwei 10 Gbit/s LWL Leitungen an die Core-Switch angebunden, gewartet wird im 24/7 Modus. Durch diese Konfiguration ist die Ausfallsicherheit bei bester Performance sehr hoch. Die Anbindung der Linux vServer bietet so viele Ressourcen, dass auch größere Netzwerk-Auslastungen keinen Latenz-Verlust bewirken. Mit einem Nullrouting sorgen Unternehmen zudem für Sicherheit gegen DoS/DDoS Attacken. Die redundante Außenanbindung erfolgt über eine Datenleitung mit einem höchst möglichen Durchsatz. Auch die elektrische Versorgung ist hochsicher und redundant ausgelegt, zudem werden die Areale vieler solcher Anbieter rund um die Uhr Kameraberwacht. Interessenten können vServer unter Anderem hier mieten.

 

 

Bildquelle: zentilia/Bigstock.com

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