Bei dem VI Editor handelt es sich um eine Familie von Texteditoren, deren Wurzeln bis in das Jahr 1976 zurückreichen. Der Editor ist auf praktisch jedem Unix-System – einschließlich Mac OS X und Linux – in irgendeiner Form vorhanden, wird jedoch auch für Windows und nahezu alle anderen gebräuchlichen Betriebssysteme angeboten.

(Kurz-) Einführung in VI

Use VI(m)!

Use VI(m)!

Bei der Arbeit mit dem VI Editor wird zwischen verschiedenen Modi gewechselt – dies erweist sich für neue Benutzer häufig als Stolperstein, da im normalen Modus kein Text eingefügt werden kann, solange kein entsprechendes Kommando eingegeben wurde. Der Versuch, mit dem VI Editor wie mit einem herkömmlichen Editor zu arbeiten, wird daher in den meisten Fällen zu unerwünschten Ergebnissen oder zumindest zu einer Fehlermeldung führen.

Im normalen Modus nimmt der VI Editor Befehle entgegen, die sich miteinander kombinieren lassen: Beispielsweise lässt sich mit der x-Taste das Zeichen unter dem Cursor löschen. „dw“ (für „delete word“) löscht das Wort, das sich hinter dem Cursor befindet, und „dd“ löscht die ganze Zeile. Ein Punkt wiederholt das letzte Kommando, und mit der u-Taste lässt sich der letzte Befehl rückgängig machen. Um die aktuelle Datei zu speichern, gibt man „:w“ ein, „:wq“ speichert die Datei und beendet den Editor, und „:q!“ beendet den VI Editor, ohne geöffnete Dateien zu speichern.

Um Text einzugeben, muss zunächst die Taste i (für „insert“) gedrückt werden. Die Escape-Taste bringt den Benutzer anschließen in den normalen Modus zurück. Durch den Wechsel zwischen den beiden Modi können im VI Editor komplexe Operationen vorgenommen werden, ohne dass dafür die Maus benutzt werden muss. Die Möglichkeit, den Cursor (zusätzlich zu den Pfeiltasten) mit den Tasten h, j, k und l durch den Text zu bewegen, erweist sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn im Zehnfingersystem getippt wird.

Zusätzlich zu dem klassischen VI Editor aus den 1970er-Jahren existieren heute zahlreiche Weiterentwicklungen, Klone und Emulationen: So ist es zum Beispiel möglich, die VI-Modi und -Tastenkürzel im Texteditor Emacs oder in Microsoft Office zu benutzen. Der Editor Vim (Vi Improved) erschien erstmals im Jahr 1991 für den Commodore Amiga, ist inzwischen aber für praktisch alle Desktop-Betriebssysteme erhältlich. Diese Variante enthält einen vereinfachten Modus, in dem auch unerfahrene Benutzer mit dem VI Editor zurechtkommen sollten.

Alternativen zu VI

Wer doch nicht auf ein schickes Interface verzichten kann, sollte sich die folgenden VI(m) Alternativen ansehen:

Nützliche Links

Hier mal eine sehr gute VI Einführung: http://yannesposito.com/Scratch/en/blog/Learn-Vim-Progressively/

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